Sie sind hier: Startseite > Die tolle Knolle > Art

Art

Nachtschattengewächs

Die Kartoffel gehört wie Tomate, Paprika, Aubergine und Tabak zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae), ihr botanischer Name lautet „Solanum tuberosum subspecies tuberosum L.“.

Kronblätter. Staubblätter. Blütengriffel.

Wenn Sie im Frühjahr eine Kartoffelknolle in die Erde pflanzen, wachsen blasse, junge Keime, die, wenn sie die Erdoberfläche durchstoßen, ergrünen. Hieraus entwickeln sich kantige, krautige und rauhaarige Stängel mit unpaarigen Blättern. Die entstehende Blüte ähnelt einem fünfzipfligen Kelch, mit zumeist weißen, rosafarbenen oder auch hellblauen Kronblättern, in denen sich fünf Staubblätter und ein Blütengriffel befinden.

Kein Nektar. Wenig Blütenstaub.

Die Kartoffelblüte wird nur selten von Insekten besucht, da sie keinen Nektar liefert und auch nur sehr wenig Blütenstaub produziert. Aus diesem Grund bestäubt sich die Kartoffel zumeist selbst. Der Blütenstaub fällt auf die eigene Narbe, die Frucht bildet sich aus, grüne fleischige Beeren, die zahlreiche kleine abgeflachte Samen enthalten, entstehen. Wie alle grünen Pflanzenteile der Kartoffel enthalten auch die Beeren das Alkaloid Solanin und sind somit ungenießbar.

Eine Art. Verschiedenste Sorten.

Die Blühhäufigkeit, wie auch der Beerenansatz sind von Sorte zu Sorte unterschiedlich ausgeprägt. Die in der Erde verborgene Mutterknolle bildet neben „echten Wurzeln“, die der Wasser- und Nährstoffaufnahme dienen, unterirdische Ausläufer (Stolonen) aus. Diese Ausläufer wachsen in die Länge und schwellen an ihrer Spitze zu Knollen heran. Die Kartoffelknolle ist ein verkürzter, stark angeschwollener Spross und keine Wurzel, weshalb sie botanisch als Sprossknolle bezeichnet wird. Diese Sprossknolle dient der Pflanze als Nährstoffspeicher und ist für die vegetative, d.h. die ungeschlechtliche Vermehrung zuständig.